Vortrag

Besucherexperimente im Science Center: Welche Einsichten in die Herstellung von Wissen in Interaktion werden erst durch die Zusammenschau von Audio-, Video- und Eye-Tracking-Daten möglich?

Raum HZ4

Wolfgang Kesselheim

Universität Zürich, Schweiz

Christoph Hottiger

Universität Zürich, Schweiz

Die interaktive Herstellung von Wissen zu Naturphänomenen im Science Center ist ein grundlegend multimodales Phänomen: Nicht nur nutzen die Besucherinnen und Besucher zur gemeinsamen Konstruktion von Wissen die unterschiedlichsten körperlichen Ausdrucksressourcen, auch greifen sie in ihrer Interaktion auf multimodale Ressourcen im Ausstellungsraum zurück (Objekte, Grafiken, Texte).

In unserem Vortrag werden wir anhand von Beispielanalysen aus dem Projekt „Interactive Discoveries“ zeigen, dass ein vollumfängliches Verständnis dieser Praktiken der Wissenskonstruktion nur möglich ist, wenn man Daten aus unterschiedlichen Quellen (Audio, Video, Eye-Tracking) miteinander verknüpft. Dazu analysieren wir erst Daten eines einzelnen mode (nur Audio bzw. nur Eye-Tracking) und zeigen, welche verkürzenden und verzerrenden analytischen Aussagen korrigiert werden können, sobald man weitere modes zur Analyse hinzuzieht. Mit unserem Vortrag leisten wir einen Beitrag zur Etablierung der Multimodalität in der Fachkommunikationsforschung und zur konversationsanalytischen Debatte um die Analyse „multimodaler Gestalten“.

Diese Visualisierung basiert auf der Einreichung Besucherexperimente im Science Center: Welche Einsichten in die Herstellung von Wissen in Interaktion werden erst durch die Zusammenschau von Audio-, Video- und Eye-Tracking-Daten möglich? und setzt sich aus Werten für Flesch-Reading-Ease (19) und Sentimentanalyse (50) zusammen.