Vortrag

Den Menschen als Zeichen lesen. Quantitative Lesarten körperlicher Zeichenhaftigkeit in visuellen Medien

Raum HZ4

Gernot Howanitz

Universität Passau, Deutschland

Erik Radisch

Universität Passau, Deutschland

Jan-Oliver Decker

Universität Passau, Deutschland

Malte Rehbein

Universität Passau, Deutschland

Der Vortrag präsentiert einen Zugang, der es Kulturwissenschaftlern ermöglicht, große Bild- und Videokorpora in einem Methodenmix sowohl qualitativer als auch quantitativer Verfahren zu erfassen. Jurij Lotmans (1984) semiotischen Ansätzen folgend werden menschliche (Ab-)Bilder zeichenhaft in visuellen Korpora gelesen. Als Beispielkorpus dient uns eine Sammlung von Starpostkarten aus den 1930er und 1940er Jahren.

Ziel ist es, ähnlich wie bei Distant Reading-Ansätzen zu versuchen, versteckte Muster, Gemeinsamkeiten und Abweichungen „aus der Ferne“ identifizieren zu können. Um menschliche Abbildungen in visuellen Korpora möglichst umfassend analysieren zu können, schlagen wir eine dreistufige Herangehensweise vor, nämlich die Identifikation einzelner Personen, die Analyse von Körperhaltungen, sowie die Mimikerfassung. Ein zusätzliches Ziel unseres Beitrages ist es, eine nutzerfreundliche Umgebung vorzustellen, die auf Jupyter Notebooks aufbauend die niederschwellige Arbeit mit hochkomplexen Bildkorpora erlaubt.

Diese Visualisierung basiert auf der Einreichung Den Menschen als Zeichen lesen. Quantitative Lesarten körperlicher Zeichenhaftigkeit in visuellen Medien und setzt sich aus Werten für Flesch-Reading-Ease (42) und Sentimentanalyse (67) zusammen.